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Einäugiger, bärtiger Gott im dunklen Anzug prüft eine leuchtende, endlose Rechnungsrolle in einer Serverhalle wie Walhall, zwei Raben auf den Racks

Wotans Rechnung — eine Oper in fünf Akten

Letzte Woche lag die Handelsblatt-Wochenendausgabe auf dem Tisch, und der Titel war zu verführerisch: „Der große KI-Frust.“ Drinnen: der übliche heilige Zorn der Nieten in Nadelstreifen — erst unterschreiben, dann staunen, dann rebellieren per Arbeitskreis.

Beim Lesen fiel mir ein Cartoon von vor dreißig Jahren ein. Computerwoche, Titelseite: ein Esel mit der Aufschrift „INTERNET“, vorne Geldscheine, hinten das Ergebnis. Daneben ein Manager: „Irgendwie hab ich mir das anders vorgestellt.“ Gleiches Muster, neues Wort auf dem Esel. Das ist kein Nachrichtenzyklus. Das ist Kulturerbe.

Also habe ich die KI gefragt, ob unsere Mythologie für dieses Muster schon eine Vorlage hat. Antwort: Es gibt sie nicht nur — Wagner hat sie vertont. Ein Bauherr bestellt eine Burg, die er nicht bezahlen kann, und begleicht die Rechnung mit Gold, das jeden vernichtet, der es berührt. Der Ring des Nibelungen ist ein Beschaffungsvorgang in vier Opern. Ich habe einen fünften Akt dazugeschrieben, denn anders als Wagner glaube ich an ein Leben nach dem Brand.

Herausgekommen ist keine Blogpost-Wurst, sondern ein kleines Opernhaus: fünf Akte, Besetzungsliste, ein Zwischenspiel mit einem vergifteten Wort, eine Gegenrechnung fürs Foyer — und in Akt IV eine Rechnung, die beim Lesen echt weitertickt. Wer mag, wechselt vom Parkett in die Loge und sieht die Maschinerie hinter der Vorstellung.

Gebaut ohne WordPress, ohne Templates, ohne Agentur: ein Abend KHAOS-Core-Prompting, etwas Midjourney, ein statischer Generator, den man mit cat lesen kann. Der Esel hat seine eigenen Illustrationen bezahlt.

→ Vorhang auf: wotans-rechnung.cotoaga.ai

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